Nsu Glas

Nsu-Glas

Beim Export war es als Glasisaria bekannt. Begrüßen möchte ich Herrn Kraxenberger (Goggo/Glasmuseum) in der DGF. In den kleinen Fenstern in der Ecke und unter dem Dach wurde kugelsicheres Glas angebracht, über das die Schale eine opake Folie geklebt hat. Ein Glas Goggo und NSU Prima. Natürlich kann es auch mit Glas kombiniert werden.

Eine Karre, zwei Stockwerke: Das Glas 1700 - der verbesserte Scheinwerfer?

Er ist zweifellos durch seine eigene Schuld gestolpert. Von allen Ambitionen Bremens bleibt jedoch nur ein Karosseriedesign der italienischen Firma Frua für den neuen Bordcomputer der Firma J. B. I. erhalten, dessen Prototyp im Spätherbst 1961 in der Mainmetropole gewesen wäre, wenn alles normal verlaufen wäre. "Der neue 2,3-Liter-Borgward wurde im Oktober 1959 von den Besuchern der Internationalen Automobilausstellung in Berlin umrundet - im Oktober 1961 war der 1500er ein ähnlicher Anziehungspunkt.

Von den beiden neuen Glasmodellen 1300 BRZ und 1500 BRZ sprachen im Jahr 1963 alle - die Selbstständigen unter den Autoherstellern in Deutschland konnten sich nie über mangelndes öffentliches Interesse beschweren. In einer gut verschlossenen Bremer Werkhalle wurde das Glas nach mehreren Umbauten ab 1963 1500 Jahre alt. Nach gezielten Vorarbeiten konnte er Ende 1964 als Glas 1700 in Betrieb gehen.

Am Beispiel von Burgward ist es daher nicht gelungen, Glas vom Schwung zum "echten" Automobil zu halten. Nächste Schritte sind das 1700 GT-Glas und der 1700 TSI - beide mit dem 1,7-Liter-Motor auf 100 PS gebracht. Der Wille und das Glück, mit ihm zu konkurrieren, ist im Glas unverwechselbar. Die 1700 und 1700 TSI sind eine Parallele zu 1800 und 1800 I.

Äußerlich kann sich das Glas 1700 problemlos mit dem Münchner Mitbewerber messen; der Körper von Obst ist zweifellos fließender und schwerer als der von BMW. Das Triebwerk wurde aus der selben Grundausführung wie die Modelle 1000 und 1200 cm³ abgeleitet.

Damit meistert der 1204 T-SS seine Verdrängungsklasse bei Rallye- und Tourenwagen-Rennen; die Anlage ist bekannt für ihre hohe Leistung und Zuverlässigkeit. Bei dem 1300 BRZ und dem 1700er Glas scheinen aufgrund der höheren Materialbelastung einige Schwierigkeiten zu bestehen, die als Startschwierigkeiten anzusehen sind. So etwas war im damaligen VW 1500 nicht ungewöhnlich.

Insgesamt ist der Antrieb des Glas 1700 so zeitgemäß ausgelegt, dass er trotz seines recht großen Hubes von 88 Millimetern nicht nur für die aktuellen 80 HP, sondern auch für die 100 HP der TS-Version die erforderlichen Designvoraussetzungen mitbringt. Das 1700er Glas hat für das menschliche Auge nicht nur eine schöne Gestalt, sondern auch eine gute Ausgestaltung.

Das Öffnen und Schliessen der Glastüren des 1700 war schwierig, die Fahrgeräusche bei schneller Fahrt waren merklich. Das Glas 1700 ist kein "hübscher Blender", das gepflegte Äussere wird sicher viele Menschen für das Glas 1700 begeistern. Daran wird deutlich, dass es nicht nur ein "schöner Blender" ist, sondern aus Sicht des Fahrers ein attraktives Auto.

Auch im Glas 1700 ist die Aussicht in alle Himmelsrichtungen hervorragend; die niedrige Taille gibt dem ganzen Auto ein klares und sorgenfreies Fahrerlebnis. Das spiegelt sich auch im Lenkungscharakter wider: Er ist unmittelbarer als die meisten modernen Fahrzeuge und dennoch sehr einfach zu bedienen. Das Handlichkeitsgefühl des Glas 1700 ist fast wie ein Sportwagen, der nicht nur den Fahrspaß im engen Straßenverkehr und auf kurvigen Strecken steigert, sondern auch der Präzision und Fahrsicherheit des Fahrers zugute kommt.

Der sportliche und praktische Charakter des Glass 1700 wird durch den Antrieb und das Schaltgetriebe komplettiert. Mit dem komfortabel angeordneten Schalthebel läßt sich das Glas 1700 rasch und leichtgängig umschalten, die Synchronisation (Porsche-System) arbeitet hervorragend. Ein weiteres Problem, insbesondere bei langsamer Fahrt, besteht darin, dass dem Triebwerk des Glas 1700 die Spannkraft im unteren Geschwindigkeitsbereich nicht ausreicht.

Auf der anderen Seite dreht der Antrieb nicht sehr gut - trotz der obenliegenden Nockenwellen sinkt die Drehzahl über 5.500 U/min ab. Im übrigen Umfang zwischen 1.500 und 5.500 Tourneen ist die Glas 1700 natürlich sehr leistungsstark. Mit dieser Gangreserve und der kraftvollen "Beschleunigung" ist das Glas 1700 eines der stärksten Fahrzeuge auf der Straße.

Könnte der Antrieb weiter nach oben gedreht werden, wären die Beschleunigungen sicher noch beeindruckender. Das 1700er Glas kann in Bezug auf seine Leistung und sein Eigengewicht als vorteilhaft bezeichnet werden - je nach Fahrstil lag es zwischen 9 und 13 Liter/100Kilometer. Das 1700er Glas zeichnet sich durch hohe Handfertigkeit und Motorleistung aus, bietet aber in puncto Fahrverhalten und Komfort keine Eigenschaften, die es vom Durchschnittswert abheben würden.

Das Windgeräusch des Glaskörpers 1700 haben wir bereits erwähnt; zusammen mit dem Motorengeräusch sind sie hoch. Der Grund für den sparsamen Federungskomfort ist, trotz der starren Achs- und Blattfederung gute und zuverlässige Fahrleistungen zu erzielen. Das Fehlen langer Federkräfte reduziert die Tendenz der Achsen zu "selbstlenkenden" Bewegungen, und die Hartfedern und Stoßdämpfer sind so konstruiert, dass die Laufräder des Glas 1700 nicht auf schlechtem Wege abprallen.

Verglichen mit dem mit Einzelradaufhängung ausgestatteten 1800 beweist das Glass 1700, dass die großen ungefederten Masse der starren Welle mit integriertem Differential einen spürbaren Einfluss auf den Komfort haben. Das Glas hat der hinteren Welle eine weitere Führungsstange durch eine Panhardstange verliehen, d.h. eine Querstange, die zwischen Fahrzeugboden und Welle angelenkt ist.

Die Handhabung des 1700er Glases korrespondiert mit seinem sportiven Charakter: Es agiert in Kurven fast völlig unabhängig und benötigt daher keinen zu großen Lenkradwinkel. Bei Annäherung an das Limit besteht eine geringe Tendenz zum Überschwingen, das durch Gegenlenkung unter Kontrolle gehalten werden kann. Bei Nässe wird dieses Überschreiten ausgeprägter - man muss schnell genug handeln, um die Rückseite des Glases 1700 wieder aufzufangen.

Diese funktionieren mit dem Glas 1700 ohne Servos und benötigen daher einen recht großen Pedalkraftaufwand für schwache Bremsungen. Der 1700er zeigt wie der 1300er auch, dass Glas den Schritt zum echten Auto gemacht hat. Aber es ist als Vehikel für jedermann zu kostspielig, und es kann nicht genug für hohe Komfortanforderungen sein.

Das Glas 1700 bietet sportlichen Fahrspaß, formschöne Ausstattungsmerkmale. Der Glas 1700 und noch mehr vom 1700 Tsd. liegen also in den Kaufinteressenten, die eine preisgünstige, sportlich orientierte Limousine haben. Nachfolgend finden Sie den Fahrtbericht von Herrn Glas 1700 von Herrn Dr. Becker.

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