Post Elektroauto Hersteller

Pfosten Elektroauto Hersteller

Auch für den Hersteller ist der Flottenversuch entscheidend: Die Wagen stammen aus einem Konsortium der Union. Die Deutsche Post DHL, Bonn, übernimmt die StreetScooter GmbH, einen Entwickler von Elektroautos. Durch den Erwerb der Ausgründung der RWTH Aachen will sich der Konzern noch breiter im Bereich der elektronischen Automobile positionieren. Dennoch ist es ein Erfolg - und ein Signal für die traditionellen Automobilhersteller. Der Logistikkonzern steigt mit der Übernahme der StreetScooter GmbH in das Elektrofahrzeuggeschäft ein, zunächst wohl mit Fokus auf den eigenen Fuhrpark.

Der Brief kommt elektronisch

Beginnend im Hochsommer wird die Post Elektrofahrzeuge für die Zustellung testen. Auch für den Hersteller ist der Flottentest entscheidend: Die Waggons kommen aus einem Unionskonsortium. Auch der zurückhaltende Wissenschaftler Ahim Krampker kann eine gewissen Spaß am Erreichten feststellen. Die Straßenroller, das ist ein eckiges Auto im VW-Polo-Format, ausschließlich mit Elektroantrieb und vor allem für den innerstädtischen Verkehr ausgelegt.

Die E-Mobile basieren auf einem Baukasten-Prinzip: Ein Straßenroller kann als kleiner Doppelsitzer, Stationswagen oder sogar als Transporter gebaut werden. Zu diesem Zweck wurde eine eigene Gesellschaft, die Streetcooter Gesellschaft mbH, ins Leben gerufen. Bereits auf der Weltausstellung 2011 präsentierte sich ein Vorgängermodell von Kampker: Einige namhafte Automobilhersteller haben sich von reinem Elektroauto zurückgezogen und konzentrieren sich nun vor allem auf Plug-in-Hybride.

Das Zögern von Audis und Jaguars beeindruckt ihn nicht. Sukzessive wird die Post dann eine Straßenrollerflotte im so genannten kombinierten Zustelldienst einsetzen, in dem Brief und Paket an Kundinnen und Kunden in der Innenstadt und im Umfeld zugestellt werden. Täglich müssen die Elektrofahrzeuge eine Strecke von rund 80 km zurücklegen - 300 Tage im Jahr, bei jedem Witterungseinfluss, ob sommerlich oder winterlich.

Die Batterien werden dabei nicht überlastet, sagt achim kampier. Bei der Zustellung setzt die Post bereits eine Elektroflotte ein: die Münchner Firma lveco Electrical Daily, die Berliner Firma lveco E-Cell und den Kölner Z. E. R. L. Kangoo. Für die Schweizerische Post ist ihr Bekenntnis zum Strom ein weiteres Etappenziel: Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen pro gefahrenen Kilometern um 30 Prozent im Vergleich zu 2007 gesenkt werden.

Deutschen Post Deutschland übernimmt Elektroauto-Hersteller StraßeScooter

Deutschen Post Deutschland, Köln, übernimmt, StreetScooterGmbH, Hersteller von E-Autos. Durch den Erwerb der Ausgründung der Hochschule will sich der Unternehmensverbund im Geschäftsfeld der elektronischen Fahrzeuge ausweiten. Im Jahr 2010 wurde mit Unterstützung unter anderem von rund 80 Industriefirmen aus der Automobilbranche gegründet gestartet. Bereits seit 2011 kooperiert DPD mit dem Traditionsunternehmen, zum Beispiel in den Geschäftsfeldern Elektromobilität und fahrräder wie zum Beispiel Pedelecs.

Ein Jahr lang wurde der erste Prototypen für der Deutschen Post auf später präsentiert. Im selben Jahr produzierte das Unternehmen rund 200 Autos. Die Gruppe will auch nach der Übernahme weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule für Luft- und Raumfahrt (RWTH) in Sachen Fahrzeug-Entwicklung arbeiten. Der Logistik-Dienstleister nutzt aktuell rund 20 Elektroautos im Pilotprojekt "CO2-freie Anlieferung Bonn".

Deutschen Post wird bis 2016 das komplette Post- und Paketzustellsystem in der früheren deutschen Hauptstadt auf Elektrofahrzeuge ausrichten. Mit Beginn des Jahres 2015 sollen 100 StreetScooters für das Geschäft antreiben.

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